Die Grenzen des Kalorienzählens

Kalorien zählen ist ein wertvolles Tool um auf den richtigen Weg zum Abnehmen zu kommen.

Es zeigt die Energieaufnahme schwarz auf weiß.

Aber das Zählen hat auch Grenzen.

Die letzten Wochen haben wir uns angeschaut, warum und wie Kalorien zählen dir beim Abnehmen helfen kann. Heute werfen wir einen Blick auf die Grenzen der Methode.

Der Zeitaufwand

Kalorien zu zählen ist aufwändig. Es geht ums wiegen, messen, abzählen bei jeder Nahrungsaufnahme. Dazu nachschlagen und notieren. Und das bis ins kleinste Detail. Das benötigt Zeit. Denn auch wenn manche Beigaben und Kostpröbchen noch so klein sind, können sie ganz schön zu Buche schlagen.

Aber nicht nur das Aufzeichnen der täglichen Nahrungsaufnahme ist ein Aufwand. Am Ende solltest du nicht nur prüfen, ob du dich in einem zieltauglichen Kalorienrahmen bewegst, sondern solltest auch die Chance nutzen, weitere Informationen über deine Essgewohnheiten abzuleiten.

Kalorienvergleich

Auch wenn für das Ziel des Abnehmens nur die Kalorienbilanz zählt, so gibt es doch unterschiede woraus wir Energie aufnehmen.

Dabei geht es mit hier nicht um den manchmal hervorgehobenen thermischen Effekt (also wie viel Energie wir schon für die Aufnahme derselbigen verbrauchen).

Mir geht es um den Gehalt an Mikronährstoffen. Wir benötigen sie, damit unser Körper allen seinen Funktionen reibungslos nachgehen kann. Zwar kannst du auch mit Nahrungsmitteln abnehmen, die stark verarbeitet sind und damit weniger Vitalstoffe enthalten. Allerdings wirst du dich dann vielleicht nicht so fit und aktiv fühlen, wie du es dir von deinem schlankeren Ich erwartet hast. Grundsätzlich leben wir nicht in einer Mangelsituation und du wirst auch nicht sofort schwere Schäden davontragen, wenn du nicht jeden Tag die empfohlene Tagesdosis an einzelnen Vitaminen oder Mineralstoffen zu dir nimmst. Auf lange Sicht können allerdings Mangelsymptome auftreten, wenn deine Lebensmittelauswahl nicht auch frische und unverarbeitete Produkte enthält.

Ein zweiter Punkt über den Kalorien wenig Auskunft geben, ist der Sättigungsfaktor. Dir ist sicher schon einmal aufgefallen, dass manche Speisen dich stärker sättigen als andere, oder das einige sogar den Hunger erst richtig zu befeuern scheinen. So kann die gleiche Kalorienmenge, einmal aus vollwertigen Lebensmitteln wie z.B. einer Portion Vollkornnudeln mit Gemüse und einer Soße auf Tomatenbasis; gegen stark verarbeitete Nahrung wie einem kleinen Burger mit Pommes; dich unterschiedlich sättigen und auch schnell wieder hungrig werden lassen.

Die trügerische Genauigkeit

Kalorienangaben sind nicht 100%-ig akkurat. Verpackungen erzeugen bei uns gerne den Anschein, die Industrie wüsste ganz genau wie viel Energie wir mit dem Inhalt dessen aufnehmen. Aber diese Genauigkeit trügt. Der angegebene Brennwert kann schwanken. Das kann sich zwar über eine breite Lebensmittelauswahl ausgleichen, aber dafür musst du eben Abwechslungsreich essen.

Dennoch bleibt eine Ungenauigkeit die mit unserer Biologie zusammenhängt. Denn wir sind keine wandelnden mathematischen Gleichungen. Nicht nur unsere Körperzusammensetzung, Alter, Geschlecht und Aktivitätslevel entscheiden darüber wie viel Energie wir verbrauchen. Auch Einflussfaktoren wie Stress oder Krankheit kann zu buche schlagen.


Nächste Woche werde ich dir ein paar Entscheidungshilfen an die Hand geben. Wann lohnt es sich Kalorien zu zählen und wann kannst du es bleiben lassen und trotzdem zu deinem Wunschgewicht kommen.

Wie immer, kannst du mir deine Fragen gerne senden. Auch für Unterstützung bin ich gerne für dich da.

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