Ausreden – die dich beim Abnehmen hindern

AusredenAusreden sind schnell gefunden, wenn wir uns einem Aufwand nicht stellen wollen. Wir suchen eine Begründung warum wir etwas nicht anfangen oder durchziehen, nur um uns weniger schlecht zu fühlen.

Helfen tut uns das aber wenig. Gerade wenn es ums Abnehmen geht, höre ich immer wieder die gleichen Ausreden. Immer schön eingeleitet mit „ich will (oder muss) abnehmen, aber..“

Schluss mit „aber“ und den ganzen Ausreden. Hier sind meine Top-Ausreden und warum sie bei mir nicht zählen 😉

„Ich hab keine Zeit“

Hier gibt es die Varianten „ich habe keine Zeit für Sport“ und „Ich hab keine Zeit mir jeden Tag etwas gesundes zu kochen“.

Wenn deine Ausrede erstere ist, dann schau mal hier: „Keine Zeit für Sport“ & „Bewegung im Alltag„. Und wenn du jetzt denkst, „ok..aber Sport macht mir keinen Spaß und ich hab keine Lust dazu“, dann geht es hier für dich weiter: „Keine Lust zum Sport„.

Kommen wir zum Thema Zeit für kochen und essen. Klar geht es schnell sich irgendwo etwas fertiges zu kaufen, oder Halbfertiges in den Ofen zu stellen. Sich selbst etwas gesundes zuzubereiten muss aber nicht länger dauern als ein Tiefkühlgericht warm zu machen. Es gibt einen Haufen schneller, gesunder Rezepte. Und du bist selbst Herr über den Geschmack, statt die Industrie darüber entscheiden zu lassen. Das Einkaufen dauert nicht länger und mit ein bisschen Planung und Vorbereitung, ist dein selbst gemachtes Essen sogar schneller und frischer auf dem Tisch als jedes „convenience food“.

„Gesund essen und abnehmen ist zu teuer“

Es kann auf den ersten Blick teuer erscheinen abnehmen zu wollen. Abnehmprogramme für hunderte Euros im Monat, die Mitgliedsbeiträge für den Sport, Diät- und Fitnessprodukte und dann hat man noch gar nichts gegessen.

Doch um sich gesund zu ernähren und dabei abzunehmen, braucht es keine speziellen Nahrungsmittel. Und auch wenn so mancher Hype etwas anderes vermuten lassen könnte, auch sogenannte „Superfoods“ sind für deine Ernährung nicht nötig.

Für eine gesunde Ernährung kannst du Basis-Lebensmittel (wie Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte) hierzulande sehr günstig kaufen. Und auch Obst und Gemüse reißen in ihrer jeweiligen Saison keine tiefen Löcher in die Tasche. Teuer wird es erst, wenn du verarbeitete oder exotische Produkte kaufst. Dabei zahlst du schließlich auch den Mehraufwand mit. Mehr Tipps zum einkaufen findest du hier.

„So schlimm ist es nicht“

Ob du abnehmen solltest, musst du immer selbst entscheiden. Egal was andere sagen oder dir raten. Es ist dein Körper.

Wenn du dich nicht wohl fühlst und deine Gedanken sich häufiger darum kreisen, dass die Kilos überhand gewinnen, dann lässt auch der Gedanke ans Abnehmen nicht lange auf sich warten. Doch wenn du dich zwar manchmal unwohl in deinem Körper fühlst, aber dich mit den Extra-Pfunden arrangiert hast, mag es im Moment einfach scheinen am Status Quo nichts zu ändern.

Man gewöhnt sich an vieles und so ist die Motivation manchmal nicht stark genug um etwas zu ändern. Wenn es dir so geht, dann hinterfrage ob es tatsächlich dein Wunsch ist abzunehmen. Wenn nicht, dann ist es völlig in Ordnung, solange du ehrlich zu dir bist. Kein anderer steckt in deiner Haut.

Manchmal scheint die aktuelle Situation gar nicht so schlimm, weil man vor der Änderung Angst hat. Das kann auch die Angst vor dem wartenden Verzicht sein.

„Ich habe keine Lust zu verzichten“

Wer nichts an seinem Verhalten ändern will, dem muss ich leider auch immer sagen, dass er damit an seiner Ausgangssituation dann auch nichts ändert.

Abnehmen heißt nicht allen Freuden des Lebens abzuschwören.

Natürlich muss man sich ein Stück weit von hochkalorischen Lebensmitteln fernhalten um seine Kalorienbilanz dem Ziel anzupassen. Dafür gibt es zwei einfache Möglichkeiten, ohne komplett verzichten zu müssen.

Du kannst zum einen Alternativen für Lebensmittel und Speisen finden. Kleine Änderungen an Rezepten können da schon eine Menge an Kalorien ausmachen, ohne das der Geschmack auf der Stecke bleibt. Hallo – Selberkochen 😉 In diesem Punkt steckt auch viel ausprobieren und Neues entdecken. Eine neue Ernährungsweise ist so nicht nur Verzicht, sondern ein Zugewinn.

Die zweite Möglichkeit sich von Verlustängsten beim Abnehmen zu befreien, ist es, Lieblingsspeisen ganz bewusst einzuplanen und zu genießen. Du musst nicht jeden Happen auf deinem Speiseplan austauschen um Erfolg zu haben. Wenn du bestimmte hochkalorische Lebensmittel in deinen Speiseplan einbeziehst, dann beachte meine Hinweise zu „Cheat Days„.

„Ich fange an, wenn..“

Ich bin selbst ein Meister des Aufschieben. Mein Auto ist ein deutliche Beweis dafür – Sorry Auto. Vermutlich hat jeder einen Bereich in seinem Leben, den er solange rauszögert, bis es (fast) zu spät ist. Wir scheuen den Aufwand, die Konsequenzen jetzt und glauben unser zukünftiges Ich hätte es irgendwie leichter.

Und selbst wenn wir einen Punkt in unserem Leben sehen, an dem wir weniger Hürden zu nehmen haben – die nächste Ausrede ist dann schnell gefunden.

Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt um anzufangen.

Überlege welchen kleinen Schritt du heute machen kannst. Warte nicht auf die perfekten Umstände und setze dich nicht unter Druck, selbst alles perfekt machen zu müssen. Eine Mahlzeit nach der anderen. Einen Tag zum nächsten. Da ist immer Potential. Und wenn es mal nicht so gut läuft, dann lege mehr Bedacht in den nächsten Schritt.

„Ich hab schon alles versucht“

Von low-Fat, über Kohlsuppen-Diät, zu low-carb, weiter zur Ananas-Diät und Trennkost, ab zum Punkte-zählen und hungern mit Diät-Shakes, bis die Verwirrung größer ist als die Zahl auf der Waage. Ich kann verstehen, dass sich da Frust breit macht.

Doch statt sich an vorgegebene Pläne zu halten, musst du lernen, was deinem Körper gut tut und was in dein Leben passt. Jede Diät funktioniert solange wie du dich daran hältst. Doch wenn du einen Diätplan beginnst, schon mit dem Gedanken, es nur so lange durchzuziehen, bis du dein Wunschgewicht erreicht hast, dann wirst du früher oder später scheitern.

„Ich weiß nicht wie es geht“

Eigentlich sollte jeder wissen, wie man sich gesund ernährt. Schließlich sind die Medien voll mit Informationen über Lebensmittel, Diäten und Gesundheitswissen. Doch genau dort treffen auch Widersprüche auf einander. Und schnell ist Verwirrung verbreitet. Was kann man überhaupt noch essen? Oder ist es doch völlig egal was im Magen landet?

Sich selbst kundig zu machen ist aufwendig, deshalb sind Diäten so beliebt. Doch besser ist es, wenn du dir Hilfe bei jemanden suchst, dem du vertraust. Das kann z.B. ein Ernährungsmediziner oder ein Ernährungsberater sein. Wichtig ist, dass du dich bei der Person wohl fühlst (und sie dir nicht einfach einen Standardplan aufdrückt).


Was ist deine Ausrede? Was hindert dich anzufangen? Warum investierst du nicht etwas mehr Zeit und Aufwand in dich selbst?

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